Startseite

zurück zur Übersicht

Good morning STEINFELD !
Kolumne zum Wochenbeginn
Numero 161

ocs

Besser geht es nicht !

Nicht nur der gleichnamige Film mit Jack Nicholson und Helen Hunt
wird oscarprämiert in unserem Gedächtnis bleiben,
nein selbiges kann seit vorgestern
auch für Schmierenkomödie „Politikerbäumchen wechsle dich!“ gelten.

Selten klang die Ankündigung eines ehemaligen Provinzbürgermeisters
wieder in die nationale deutsche Politik zurück zu kehren
so sehr wie ein schlechter Scherz oder eine böse Drohung.

Martin Schulz trat mit der Attitüde eines Cäsaren vor dem römischen Senat,
bei der Verkündung des Endes der Republik,
vor die versammelte Presse,
um uns mit seinen Zukunftsplänen zu langweilen.

Ich denke, dass es absichtsvoll wie eine Drohung klang,
als der Martin verkündete auf
– und jetzt halten sie sich fest –
Listenplatz 1 seiner Partei in NRW im Bundestagswahlkampf 2017 anzutreten.

Das größte Zivilisationsprojekt der letzten Jahrhunderte
will er dann demnächst von dort aus weiter energisch vorantreiben,
Europa von der nationalen Ebene stärken
und das verlorengegangene Vertrauen der Bürger Europas zurückgewinnen.

Puhhhhhh, das is ne Menge Zeugs,
selbst für die politische Lichtgestalt Martin Sch. !

Mir fallen da,
ganz spontan,
einige Anmerkungen dazu ein:
Bei der letzten Wahl zum Europaparlament
wurde die EVP (Konservativen) mit 216 Sitzen stärkste Kraft.
Mithin hätte ihr der Posten des Parlamentspräsidenten zugestanden.
Komischerweise wurde aber der SOZI Schulz
wieder zum Parlamentspräsidenten gewählt.

Warum eigentlich haben seinerzeit die Konservativen
den ungeliebten Schulz auf dem Posten belassen ?

Erinnern sie sich ?

Wenn nicht, ich schon !

Zu diesem Zeitpunkt
stand auch die Neuernennung des Kommissionspräsidenten an.
Dieser einflussreichste Posten in der Eurokratie
wurde zwar seinerzeit mit der Wahl
und den sich ergebenden Mehrheitsverhältnissen
für uns Wahldödel verknüpft,
das ist aber nicht bindend,
weil dieser Posten von den Regierungschefs
der EU-Staaten ausgemurmelt wird.

Klassisch einigt man sich dabei überwiegend
auf einen Vertreter eines „kleinen“ Landes,
den keine Sau kennt und der auch möglichst wenig Ahnung hat.

Der Portugiese Barroso hatte das bis dahin ausgezeichnet ausgefüllt.

Nun sollte als Ergebnis des deutlichen Wahlsieges der Konservativen
J.C. Juncker aus Luxemburg dieses Amt bekommen.

Somit wäre dann sowohl der Parlamentspräsident
wie auch der Chef der Kommission von den Konservativen gestellt worden.

Das passte den Sozis,
allen voran den deutschen,
nun aber gar nicht
und schon fiel der Gabrielbande ein,
dass man ja über die große Koalition Druck machen könne,
auf die Wählerentscheidung pro Juncker.

So jagte man also den Frosch Schulz los
und der quakte auch sofort rum,
dass er ja auch Kommissionschef werden könne,
da zu dem Zeitpunkt die Mehrheit der Regierungen in der EU
von Sozis gestellt wurde
oder sie in einer Koalition entsprechend Druck ausüben konnten.

Dabei interessierten ihn und seine Genossen
das Wahlergebnis einen Scheiß.

Um der Gefahr eines langen Gezerres zu entgehen,
gingen die Konservativen auf die Erpressung ein
und legten folgenden Deal vor:
Juncker wird Kommissionschef,
Schulz bleibt eine halbe Legislaturperiode Parlamentschef.

Nach der Hälfte, also Januar 2017
geht Schulz in die deutsche Bundespolitik,
ein Sozi wird Bundespräsident,
weil man da schon wusste,
dass Gauck nur eine Runde dreht.

Das hatte er bereits zu Beginn seiner Grüßonkelkarriere gesagt,
tun nur alle so,
als könnten sie sich nicht mehr daran erinnern.

Mit Schulz hat man dann einen Eurofan in Berlin.

Parlamentspräsident kann dann irgendein Konservativer werden,
ich orakle mal – irgendwo aus dem Baltikum wird er kommen.

Der deutsche Teil wurde selbstredend in Deutschland befummelt.

Sie sehen,
man braucht nicht mal Phantasie um eine Ahnung davon zu bekommen,
wie sehr die Bürger Europas verarscht werden.

Wahlen sind doch nur für die Doofen,
die nicht sehen können und/oder wollen,
dass alles aber auch wirklich alles
hinter verschlossenen Türen ausgekungelt wird.

Ich jedenfalls hätte die Sache so gedeichselt.
Damit ist auch klar,
dass es wieder eine GroKo geben soll,
bei uns hier in Schland.

Das einzig störende
ist diese Scheißunberechenbarkeit des primitiven Wahlvolkes.

Diese Dreckspack,
dumm wie es ist,
fängt plötzlich an AfD zu wählen.

So was würde den Eliten nie passieren.

Ist ja auch klar,
wenn ich ein so verkommenes System mit aufbaue
und/oder davon partizipiere
und/oder Teil dessen bin,
dann werde ich immer alle als tumbe Idioten abkanzeln,
die meine Kreise stören.

Ich bin einer dieser tumben Idioten
und soll ich ihnen was sagen:
Es ist mir furzegal, was die intriganten Pisser sagen !

Have a nice week

M. Eckart, ocs

Kontakt

Impressum: ©imutta