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Good morning STEINFELD !
Kolumne zum Wochenbeginn
Numero 98

ocs

Eins, zwei, drei - die Krise schnell herbei !

Meldung eins:

Die EU verschärft erneut die Sanktionen gegen Russland.
Insbesondere Rüstungsgüter und – Technologie darf nicht mehr geliefert werden.
Außer den Hubschrauberträgern aus Frankreich,
die waren ja schon fast fertig, als der Russe noch lieb war
und auch alles andere, was noch „an-gearbeitet“ ist,
wird noch schnell rübergeschoben,
ins neue „Reich des Bösen“.

Aber dann ist Schluss mit lustig,
dann zeigen wir’s den Russen aber mal so richtig.

Klaro, die werden sich vor Angst einscheißen,
weil sie ja selbst zu blöd sind,
auch nur irgendwelche Waffen zusammen zu zimmern.

Wenn es nicht den Rüstungshandel mit der EU gäbe,
würden die Flitzpiepen noch mit Pfeil und Bogen übers Schlachtfeld stolpern,
das weiß doch jeder !

Noch grausamer und so hochwirksam ist natürlich auch die Finanzmarktkeule.
Das wird die Russen bis ins Mark erschüttern und letztlich einknicken lassen,
wenn bei den ersten 29 Oligarchen die goldene Kreditkarte in Nizza
beim Powershopping im Automaten geschreddert wird.
Was werden die ins Kissen heulen !

Meldung zwei:

Der russische Präsident Putin
droht mit massiven Gaspreiserhöhungen für Kunden in der EU,
als Reaktion auf die „Sanktionsorgien“ hierzulande.
Nach dem „new deal“ mit den Chinesen kann er das auch.
Ein Lieferstopp nach Westeuropa würde Russland sicher hart treffen
aber dieses Riesenreich hat schon ganz anderes überstanden.

Wie gut wir verwöhnten Wohlstandsbürger
veine Eskalation in diesem sensiblen Bereich abkönnten,
ist da schon eher fraglich.

Vielleicht finden wir ja schneller raus, als uns lieb ist,
ab wieviel Grad über null die Volksseele bei uns überkocht,
so langmütig wie die die russische Duldungsseele
sind die unsrigen mit Sicherheit nicht.

Meldung drei:

Die EU reagiert auf die Ankündigungen des Kremls
mit dem Ruf nach unverzüglicher Forcierung des Gasfracking in Europa
und mit engerer Bindung an die USA
als möglichen Ersatzlieferanten ihres Frackingüberschusses.

Gerettet !

Es ist ja ohnehin besser vom Freund ehrlich und fair beliefert zu werden,
als sein Gas nun schon über vierzig Jahre höchst zuverlässig
aber denn doch von so fragwürdigen Osteuropäern geliefert zu bekommen.

Es wird ja ohnehin endlich Zeit, dass wir uns besinnen
und wieder enger an das anglo-amerikanische Fairtradeprogramm anbinden, als bisher.

Da sind natürlich Gedankengänge
wie bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten völlig daneben.
Schwadroniert dieses Schreibelingsgesockse
doch wohl noch allen Ernstes über die Möglichkeit,
dass die USA das Kriegsgeheul möglicherweise nur anhoben,
um den Export ihres Gasüberschusses zu uns anzukurbeln.

Auch ich habe mich in dieser Rubrik
bereits einmal zur Thematik ausgelassen,
sucht mal schön.

Uns wird also eine Scheißangst gemacht,
damit wir endlich aufhören, das Russengas zu kaufen.

Das kotzt die Amerikaner schon ewig an.
Jetzt endlich aber wittern sie Geschäft.

Je mehr wir uns von der antirussischen Propaganda,
die in unseren Medien wieder „en vogue“ ist,
wie die Deutschen Wirtschaftsnachrichten
unter anderem auch dem „Spiegel“ anheimstellen,
manipulieren lassen,
umso leichter wird es ein,
uns vom bösen Gas der Russen,
dem guten Stoff „fracked in USA“ zu zuwenden.

Es geht um Milliarden und dafür ist jedes Mittel recht !

Have a nice week !

M. Eckart, ocs

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